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Die Kraft von Feedback im Onboarding: Tipps zum Geben und Empfangen

Aika Tomikawa Roger
May 8, 2025
10
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Inhaltsübersicht
Hast du dich jemals gefragt, was dir deine neuen Mitarbeitenden nicht sagen? Hinter dem freundlichen Lächeln verbergen sich vielleicht Unsicherheiten, die sie (noch) nicht ansprechen können. Vielleicht empfinden sie bestimmte Meetings als wenig effizient oder haben das Gefühl, dass ihre Meinung bei Entscheidungen nicht zählt. Doch woher solltest du das wissen, wenn du nicht aktiv um Feedback bittest?

Feedback ist entscheidend für Weiterentwicklung und Mitarbeitendenzufriedenheit. Studien zeigen, dass 96 % der Beschäftigten regelmäßiges Feedback schätzen und als positiv empfinden.

Feedback funktioniert in beide Richtungen. Als Führungskraft ist es wichtig, Rückmeldung zu geben – aber auch offen dafür zu sein, selbst Feedback von deinen Mitarbeitenden zu erhalten.

Rückmeldung hilft neuen Mitarbeitenden, sich besser in ihrem neuen Arbeitsumfeld einzuleben und sich wertgeschätzt zu fühlen. Zudem sagen 69 % der Beschäftigten, dass sie sich mehr anstrengen würden, wenn ihre Leistung stärker anerkannt würde.

Feedback ist also nicht nur gewünscht, sondern auch ein echter Motivator – vor allem, wenn es darum geht, Mitarbeitende zu bestärken und einzubinden.

Doch gerade in der Einarbeitungsphase ist Feedback nicht immer leicht zu geben oder zu erhalten. Schließlich lernt ihr euch noch kennen. Umso wichtiger ist es, von Anfang an ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen. Aber wie gelingt das konkret?

In diesem Blog schauen wir uns Feedback aus zwei Blickwinkeln an: Wie man es erhält – und wie man es gibt. Doch zunächst: Warum ist Feedback gerade im Onboarding so wichtig?

Warum Feedback im Onboarding so wichtig ist

Wir wissen: Feedback ist wertvoll. Aber wie hilft es dabei, Mitarbeitende – oder sogar ganze Teams – persönlich weiterzubringen?

Ein regelmäßiger Austausch über Erfahrungen und Herausforderungen fördert eine offene, wachstumsorientierte Unternehmenskultur. Wenn du ehrlich daran interessiert bist, was deine neuen Mitarbeitenden bewegt, entsteht schnell ein positives Arbeitsumfeld. Es stärkt das Vertrauen zwischen neuer Kraft und Führungskraft und beschleunigt die Integration.

Außerdem schafft Feedback auf beiden Seiten Bewusstsein dafür, was gut läuft und wo noch Luft nach oben ist. Das hilft nicht nur dem neuen Teammitglied, sondern auch dir als Führungskraft, die Rolle klarer zu definieren und rechtzeitig einzugreifen, wenn etwas nicht funktioniert.

Und nicht zu vergessen: Feedback hilft dabei, dein Onboarding-Programm kontinuierlich zu verbessern. Nimm Rückmeldungen ernst und nutze sie, um deine Prozesse weiterzuentwickeln, für eine noch bessere Einarbeitung zukünftiger Kolleg*innen.

Wie du Feedback von neuen Mitarbeitenden einholst

Gerade zu Beginn fühlen sich neue Mitarbeitende manchmal noch unsicher. Wie kannst du sie dazu ermutigen, ehrlich ihre Meinung zu teilen? Es kommt auf das Wie und Wann an!

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Feedback?

Feedback sollte fester Bestandteil des Onboardings sein – und nicht nur einmal abgefragt werden. Nutze dafür zentrale Meilensteine: zum Beispiel nach dem ersten Tag, nach der ersten Woche oder nach dem ersten Monat.

Aber auch zwischendurch bietet es sich an, regelmäßig nachzufragen: etwa in wöchentlichen 1:1-Gesprächen oder direkt nach wichtigen Meetings. So schaffst du einen sicheren Raum für ehrliche Rückmeldung und baust Vertrauen auf.

Wie stellst du die richtigen Fragen?

Feedback kann viele Formen annehmen: informell oder strukturiert, anonym oder persönlich. Für den Einstieg bietet sich ein lockeres Gespräch an. Es wirkt natürlicher, ist aber trotzdem zielgerichtet.

Eine gute Ergänzung: anonyme Umfragen. Vor allem wenn es um Kritik geht, ist es für viele angenehmer, diese ohne Namensnennung zu teilen – besonders in den ersten Wochen. So gibst du neuen Mitarbeitenden die Möglichkeit, ehrlich zu sein, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

Auch offene E-Mails oder Nachrichten über Tools wie Slack können hilfreich sein. Sie geben Raum zum Nachdenken und Formulieren – und machen es leichter, die eigenen Gedanken klar auszudrücken.

Tipp: Nutze eine Kombination aus verschiedenen Methoden. Starte mit einem Gespräch, sende später eine offene Feedback-Mail und schick etwa einmal im Monat eine anonyme Umfrage.

Was solltest du fragen?

Vermeide geschlossene Ja-/Nein-Fragen oder solche, die eine bestimmte Antwort nahelegen. Statt:

  • „Gefällt dir dein neuer Job?“
  • „Würdest du sagen, wir haben eine gute Unternehmenskultur?“

frage lieber:

  • „Was war bisher am schwierigsten im Onboarding?“
  • „Was hätte in deiner ersten Woche besser laufen können?“
  • „Was fandest du besonders hilfreich und sollten wir beibehalten?“

So erhältst du ehrliche Einblicke – und schaffst eine Kultur, in der Feedback erwünscht ist.

Tools zum Sammeln von Feedback

Wusstest du, dass du mit der App von Appical ganz einfach Feedback einholen kannst? Am Ende der Onboarding-Inhalte kannst du offene Fragen stellen, bei denen die neuen Mitarbeitenden ihre Gedanken frei äußern können.

Oder du nutzt einfache Skalenfragen, wie zum Beispiel: „Wie hilfreich waren die Inhalte für dich – auf einer Skala von 1 bis 10?“ Alle Antworten landen direkt in der App – so hast du alles übersichtlich an einem Ort.

Die App zeigt dir außerdem, wie engagiert deine neuen Mitarbeitenden während des Onboardings sind: Wie viel Zeit sie investieren, wie weit sie gekommen sind und wo sie noch Unterstützung brauchen.

Mobile Umfrageoberfläche mit einem Feedback-Onboarding-Formular, in dem ein neuer Mitarbeiter seine erste Arbeitswoche anhand von Kategorien wie Kommunikation, Teaminteraktionen, Informationsqualität und Arbeitsbelastung bewertet.

Unser neuestes E-Book enthält eine praktische Onboarding-Checkliste für HR – organisiert nach Meilensteinen und mit Erinnerungen zum Feedback einholen.

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Was du mit dem erhaltenen Feedback machst

Super, du hast Rückmeldungen eingeholt – und jetzt? Wenn das Feedback unbeachtet auf dem Laufwerk verstaubt, bringt es niemandem etwas. Also: Wie setzt du es in die Praxis um?

Beobachte Muster: Gibt es Themen, die immer wieder auftauchen? Dann lohnt es sich, genauer hinzusehen und über Lösungen nachzudenken. Oder frage direkt nach, was sich die neuen Mitarbeitenden wünschen.

Kleinere Probleme kannst du oft sofort beheben. Zum Beispiel, wenn wichtige Unterlagen fehlen – schick sie einfach nach. Wenn etwas unklar ist – erklär es anders. Schnelle Reaktionen zeigen: Du hörst zu und nimmst Feedback ernst.

Nicht vergessen: Bedanke dich für jede Rückmeldung. Kritik zu äußern ist nicht leicht – deshalb ist es umso wichtiger, die Offenheit wertzuschätzen. Das motiviert auch künftig dazu, ehrlich zu bleiben.

Wie du neuen Mitarbeitenden Feedback gibst

Feedback hilft neuen Mitarbeitenden nicht nur beim Lernen, sondern auch dabei, sich sicher und geschätzt zu fühlen. Frühzeitige und regelmäßige Rückmeldung fördert Vertrauen und schafft eine gute Beziehung.

Natürlich: Kritik zu üben ist nicht immer einfach – vor allem, wenn du niemanden vor den Kopf stoßen willst. Aber mit ein paar einfachen Tipps gelingt es dir, wertschätzend und wirksam zu kommunizieren.

Tipps zum Feedback geben

Sei respektvoll und neugierig. Nutze zum Beispiel die Sandwich-Methode: erst ein Lob, dann ein Verbesserungsvorschlag, gefolgt von einem weiteren positiven Kommentar. Zum Beispiel:

"Ich finde es super, wie schnell du dich in unsere Software eingearbeitet hast. Mir ist nur aufgefallen, dass du bei Aufgaben oft keine Personen markierst – das wäre wichtig, damit sie benachrichtigt werden. Aber du lernst schnell, mach weiter so!"

Achte auch auf den richtigen Zeitpunkt: Feedback beim Mittagessen vor anderen zu geben, ist nicht ideal. Lieber im vertraulichen Rahmen – und wenn es gerade gut passt.

Sei konkret: Nenne Beispiele, damit dein Feedback nachvollziehbar ist. Und biete Lösungen an:

"Ich weiß manchmal nicht, welche Aufgaben du mir gibst. Könntest du sie mir per Mail oder Slack schicken? Das hilft mir, den Überblick zu behalten."

Mit etwas Übung wirst du merken, wie hilfreich gut formuliertes Feedback für alle Seiten ist.

Fazit

Feedback ist ein Schlüsselfaktor im Onboarding: Es zeigt, was gut läuft – und wo noch Unterstützung nötig ist. Es macht deutlich, dass du deine neuen Mitarbeitenden ernst nimmst.

Wir hoffen, dass dir diese Tipps helfen, sicherer im Umgang mit Feedback zu werden – ob beim Fragen oder beim Geben. Denn: Ein gutes Onboarding lebt vom Austausch!

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